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DESCRIPTION:Hiermit möchten wir auf zwei Veranstaltungen zu Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne hinweisen – ein Event in der Urania am 5. Mai\, organisiert vom Landesdenkmalamt Berlin und der Architektenkammer Berlin\, und eine am 20. Juni mit KulturerbeNetz-Mitglied Eberhardt Elfert.\n\n\n\nNeben Industrie- und Infrastrukturbauten zählen auch Kirchen und Religionsbauten – zum Teil mitsamt der angeschlossenen Gemeindezentren – zu einer besonders unter Druck stehenden Bautypologie. Hintergrund ist\, dass die Zahl der aktiv gläubigen Kirchgänger und Gemeindemitglieder in Deutschland seit langem rückläufig ist. Damit stellt sich für vielen Bauten aus Sicht der – katholischen\, wie auch der evangelischen – Kirche die Frage\, ob einzelne Gotteshäuser eventuell verkauft werden oder zur Nachnutzung freigegeben werden sollen\, um so die notwendige Unterhaltspflege und oft notwendige Restaurierungsmaßnahmen zu finanzieren beziehungsweise die Zuständigkeit hierfür abzugeben.  \n\n\n\nHierbei ist zu berücksichtigen\, dass der Bau der meisten christlichen Kirchen zu großen Teil aus dem Aufkommen der Kirchensteuer finanziert wurde. Das von moderneREGIONAL unterstütze Kirchenmanifest stuft sie daher als Gemeingüter ein und ruft dazu auf\, neue Formen der Trägerschaft zu diskutieren\, um diese Bauten als „Common Spaces“ zu erhalten und – wo möglich – in eine geeignete Nach- oder Mischnutzung zu führen\, statt sie einfach abzureissen oder zu privatisieren. \n\n\n\nDas macht Sinn\, denn egal wie man zu Kirche und Religion steht\, dürfte es bei Geschichts- und Denkmalinteressierten sicher unbestritten sein\, dass Kirchen- und Sakralbauten nicht nur „graue Energie“ repräsentieren\, sondern zugleich oft auch herausragende Zeugnisse der Baukultur ihrer jeweiligen Epoche sind und lokal zudem häufig wichtige soziale Funktionen übernehmen.  \n\n\n\n\n\n\n\nSa. 20. Juni 2026\, 14:00–18:00 UhrOrt: Apostel-Johannes-Gemeindezentrum\n\n\n\n55 Jahre Apostel-Johannes-Gemeindezentrum\n\n\n\nDas unter Denkmalschutz stehende Ev. Gemeindezentrum Apostel Johannes wurde 1970 – 1971 nach den Plänen des Architekturbüros Neumann Grötzebach und Plessow erbaut. Der Bau im Stil des Brutalismus fügt sich ein in die Architektur und den Städtebau des Märkischen Viertels\, einer Großsiedlung der 1960er- bis 1970er-Jahre mit insgesamt 17.000 Wohneinheiten.  \n\n\n\nDas verschlossen wirkende Kirchengebäude ist innen wie außen zeittypisch in Beton gehalten. Anders als vermutbar\, befindet sich im ersten Stock des Gebäudes ein traditionell anmutender Kirchenraum. Als Mitglied der Denkmal-AG führt uns KulturerbeNetz-Mitglied Eberhardt Elfert in die Geschichte des Baus ein. Das Foto des Gemeindezentrums stammt von Gunnar Klack. \n\n\n\nProgramm\n\n\n\n\n14:00 Uhr\, Führung: durch das Apostel-Johannes-GemeindezentrumDannenwalder Weg 167\, 13439 BerlinTreffpunkt: Parkplatz vor der Kirche\n\n\n\n15:30 Uhr\, Vortrag: Einordnung des Apostel-Johannes-Gemeindezentrums in die Sakralarchitektur der Nachkriegsmoderne der Bundesrepublik und West-Berlin. Führung und Vortag: Eberhard Elfert\, Denkmal-AG Apostel-Johannes Gemeinde\n\n\n\n17:00 Uhr\, Konzert in der Kirche\n\n\n\n\n\n\nApostel-Johannes-Gemeindezentrum\, WikiCommons\, Foto: Gunnar Klack\n\n\n\n\n\nInnenräume Quelle/Foto: Eberhardt Elfert\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nDi\, 5. Mai 2026\, 19:00–20:30 Uhr Ort: Urania Berlin\n\n\n\nJung\, aber Denkmal: Kirchenbauten der DDR\n\n\n\nEine Veranstaltung des Landesdenkmalamtes Berlin und der Architektenkammer Berlin \n\n\n\nDas sozialistische Deutschland hatte ein komplexes Verhältnis zu den Kirchen. Umso bemerkenswerter ist eine Entwicklung in der Spätphase der DDR: Im Rahmen eines „Valuta-Sonderbauprogramms“ wurden landesweit neue Kirchengebäude und Pfarrzentren errichtet – finanziert durch die bundesdeutschen Kirchen. Für die DDR brachte dies dringend benötigte Devisen\, und sie konnte zugleich ihr Verhältnis zu den Kirchen verbessern. Vier dieser sogenannten „Limex-Kirchen“ wurden jüngst in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. In der Diskussionsrunde spüren Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur\, Stadtentwicklung\, Geschichte und Denkmalpflege diesem besonderen Kapitel der deutsch-deutschen Geschichte nach. Sie werfen einen Blick auf die Rolle der Kirchen in der DDR und fragen\, wie die Bauten heute genutzt werden. \n\n\n\nProgramm\n\n\n\n\nImpulsvortragDr. Christoph Rauhut\, Landeskonservator und Direktor Landesdenkmalamt Berlin \n\n\n\n\n\nPodiums-Diskussion\n\n\n\nProf. Dr. Karin Berkemann | Professorin für Baugeschichte und Denkmalpflege Hochschule Anhalt\n\n\n\nMatthias Hoffmann-Tauschwitz | ehemaliger Leiter des kirchlichen Bauamtes der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)\n\n\n\nAndreas Roth | Bereichsleiter Bau beim Erzbischöflichen Ordinariat Berlin\n\n\n\nWiebke Ahues | Vizepräsidentin Architektenkammer Berlin \n\n\n\nDr. Christian Walther | Publizist und Politologe\n\n\n\nModeration: Dr. Verena Pfeiffer-Kloss | Architekturhistorikerin \n\n\n\n\nOrt: Urania Berlin und LivestreamTickets sind über den Urania-Ticketshop erhältlich.
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