PM Jugendzentrum Moabit

Pressemeldung

WBM schafft Fakten – Abriss des Kinderwohnheims im Jugendzentrum Moabit begonnen

Jugendzentrum Rathenower Straße, Foto: Andreas Barz


Ungeachtet der andauernden Gespräche über eine nachhaltige Transformation des Jugendzentrums in der Rathenower Straße 15-18 in Moabit, hat die WBM in dieser Woche mit den Abrissarbeiten am ehemaligen Kinderwohnheim begonnen. „Die vorrausgegangen Verhandlungen sind nur ein weiteres Beispiel wie die sozial-ökologische Bauwende systematisch durch den Senat und die WBM blockiert wird“, stellt die Initiative WEM GEHÖRT BERLIN fest, die sich seit 2019 für den Erhalt des Bauensembles einsetzt und für ein entsprechendes Fachsymposium Fördermittel für Bürgerschaftliches Engagement des Landesdenkmalamtes erhalten hatte. Als Ergebnis dieser Bemühungen wurde das Areal vom Deutschen Architekturmuseum in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung 2019 auf der Plattform #SOSBrutalism als bedrohtes Denkmal eingestuft.

„Mit dem Abriss wird jedoch nicht nur Baukultur zerstört und „graue Energie“ vernichtet, sondern auch eine im B-Plan festgesetzte städtische Gemeinbedarfsfläche für die Jugendnutzung unwiderbringlich vernichtet“, ergänzt Theresa Keilhacker, die sich als Architektin seit Jahren für den Erhalt des bestehenden Bebauungsplans mit dem Gemeinbedarf eines Jugendzentrums einsetzt. 

„Besonders erhaltenswerte Bausubstanz und ein bedeutendes Stück Kulturelles Erbe mit hoher sozialer Integrationskraft für den Kiez wird zerstört, statt Klimaschutz, Baukultur und lokale Bedarfe zusammenzudenken und den Ort behutsam weiterentwickeln“, meint Andreas Barz vom KulturerbeNetz.Berlin, von dem das Jugendzentrum auf seiner „Roten Liste“ bedrohter Kulturdenkmäler geführt wird. 

„Wenn der Bezirk immer weiter Räume für Jugendliche zerstört, darf er sich auch nicht wundern, wenn diese sich am Wochenende in den Parks versammeln und dort zu Großaufgeboten der Polizei führen, wie wir es im letzten Jahr beobachten konnten. Es wird Zeit, dass auch jungen Menschen ein Platz im Bezirk Mitte eingeräumt wird.“ meint Yasser Almaamoun, Ansprechpartner bei Plattform Nachwuchsarchitekt*innen.

Weiterführende Links:
https://kulturerbenetz.berlin/rote-liste-objekt/?id=61

Rettet das Jugendzentrum
Link zur Petition (mit ca. 3000 Unterschriften: 
http://chng.it/zFZ5FL2g5r

  • Ansprechpartner: Yasser Almaamoun: +49 176 84687312
  • Ansprechpartnerin: Theresa Keilhacker: +49 172 325 65 23
  • Ansprechpartner: Andreas Barz: +49 170 280 32 21

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